Gretzschel, Matthias: Der Chirurg Wolfgang Teichmann – Mein geteiltes Leben in Ost und West

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Wolfgang Teichmanns Lebensweg schien zunächst vorgezeichnet: 1941 im vorpommerschen Greifswald geboren, wurde der Sohn eines Ladenbesitzers, der sich mit den politischen Bedingungen der 1949 gegründeten DDR schnell arrangiert hatte, aufgrund seiner sportlichen Begabung vom SED-Staat gezielt gefördert. Doch schon bald fühlte sich der junge Mann von der politischen Indoktrination und dem militärischen Drill abgestoßen. Er brach die sportliche Ausbildung ab, studierte das vermeintlich unpolitische Fach Medizin und erwies sich schon bald als begabter Chirurg. Völlig ahnungslos geriet er in das Räderwerk von SED und Staatssicherheit.

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Beschreibung

Aufgeschrieben von Matthias Gretzschel
Der Chirurg Wolfgang Teichmann
Mein geteiltes Leben in Ost und West

Artikel-Nr.: 978-3-7822-1325-7

  • Ein spannendes Dokument der Zeitgeschichte
  • Die erste Biografie des herausragenden Chirurgen
  • Eine fesselnde DDR-Fluchtgeschichte

Wolfgang Teichmanns Lebensweg schien zunächst vorgezeichnet: 1941 im vorpommerschen Greifswald geboren, wurde der Sohn eines Ladenbesitzers, der sich mit den politischen Bedingungen der 1949 gegründeten DDR schnell arrangiert hatte, aufgrund seiner sportlichen Begabung vom SED-Staat gezielt gefördert. Doch schon auf der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) in Leipzig, der Kaderschmiede des DDR-Spitzensports, fühlte sich der junge Mann von der politischen Indoktrination und dem militärischen Drill abgestoßen. Er brach die Ausbildung ab, studierte das vermeintlich unpolitische Fach Medizin und erwies sich schon bald als begabter Chirurg. Völlig ahnungslos geriet er in das Räderwerk von SED und Staatssicherheit – zeitweise waren mehr als 50 Stasi-IMs auf ihn angesetzt. Dass sogar der eigene Vater Berichte über ihn geschrieben hatte, erfuhr er erst nach dessen Tod aus den Akten der Gauck-Behörde.

In einer geradezu tollkühnen Aktion ließ sich Wolfgang Teichmann im Herbst 1977 im Kofferraum eines afrikanischen Diplomatenfahrzeugs von Ost- nach Westberlin schleusen, um in der Bundesrepublik noch einmal völlig von vorn zu beginnen. Er arbeitete in Hamburg, ein Jahr lang auch in den USA, erwarb sich hohes Ansehen als Chirurg und machte eine vielbeachtete Karriere als Chefarzt und als Präsident einer chirurgischen Gesellschaft. Unter seinen Patienten befanden sich zahlreiche Prominente aus Politik, Kultur, Sport und europäischen Königshäusern.

Medizingeschichte schrieb er mit seiner Methode der Etappenlavage, die zahlreichen Menschen das Leben rettete und die Traditionschirurgie bis heute nachhaltig verändert hat. Dass er Patienten dafür anfangs einen handelsüblichen Reißverschluss in den Bauch nähte, zeigt den Mut und die Originalität dieses außergewöhnlichen Mediziners, dessen atemberaubender Lebensbericht sich zugleich als Dokument der Zeitgeschichte erweist.

Zum Autor

Matthias Gretzschel, Jahrgang 1957, wuchs in Dresden auf und absolvierte dort eine Buchhändlerlehre. Er studierte in Leipzig evangelische Theologie und promovierte im Fachgebiet Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst. Ab 1990 war er Kulturredakteur beim Hamburger Abendblatt. Er schrieb zahlreiche kulturgeschichtliche Sachbücher.

 

Artikel Details:
Autor: Matthias  Gretzschel
Titel: Der Chirurg Wolfgang Teichmann
Untertitel: Mein geteiltes Leben in Ost und West
Seitenzahl: 264 Seiten
Format: 14,8 x 21 cm
Abbildungen: zahlr. Farb- und S/W-Fotos
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
Erscheinungstermin: Oktober 2019